Alde Spatenstich 2

Beim Spatenstich für die Niederlassung der Firma Alde Deutschland, die Heizsysteme für Wohnmobile und Wohnwagen vertreibt, waren im Gewerbegebiet Euerbach dabei: (von links) Prof. Dr.-Ing. Joachim Ruß, André Reisch, Antje Reisch, Alde Deutschland-Geschäftsführer Christian Reisch, Bürgermeisterin Simone Seufert, Verwaltungsleiter Klaus Wolf, Carolin Glöckle, Oberbauleiter Emil Lotze, Architekt Reza Shabani und Glöckle-Projektleiter Jürgen Broller.

Für Euerbachs Bürgermeisterin Simone Seufert war es eine Premiere, für den Geschäftsführer der Firma Alde Deutschland GmbH, Christian Reisch, auch: Der Spatenstich im Gewerbegebiet südlich der B 303 zur neuen deutschen Niederlassung des Unternehmens, eine Tochterfirma von Alde Schweden. Diese produziert in Schweden Heizsysteme auf Wasserbasis für Wohnmobile und Wohnwagen.

Die Niederlassung im Euerbacher Gewerbegebiet, neben dem Rewe-Markt, ist für den Vertrieb der Alde-Heizanlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gedacht. Der Standort nahe der Autobahn A 71 sei ideal, sagte Geschäftsführer Christian Reisch beim kleinen Festakt zum Baubeginn. Zumal auch eine Tankstelle sowie ein Einkaufsmarkt neben dem neuen Alde-Gelände sind, was seine Kunden – Wohnmobilisten und Wohnwagenfreunde aus halb Europa - zu schätzen wüssten.

Auf 7600 Quadratmetern Fläche baut Alde Deutschland ein Gebäude mir circa 1300 Quadratmetern, 50 Meter lang, 28 Meter breit und zehn Meter hoch. Untergebracht werden darin Lagerflächen, eine Werkstatt für Wartung, Änderungen und Einbauten sowie ein Bürotrakt mit Schulungsräumen. Das Gebäude, das die CI-Farben der Firma in Grau erhält, wird nicht in einer Linie mit dem Rewe-Markt stehen. Es wird weiter nach Osten gerückt, also ein weiteres Stück weg von der Bebauung der angrenzenden Siedlung Zauser.

Hinter dem Gebäude sind Stellplätze für die Mitarbeiter vorgesehen. Vor dem Gebäude gibt es für die Kunden auch Ver- und Entsorgungseinrichtungen für ihre fahrbaren vier Wände. Selbst außerhalb der umzäunten Fläche, aber noch auf dem firmeneigenen Gelände, werden vier Stellplätze für Wohnmobile angelegt.Beim Spatenstich blickte Christian Reisch zurück. 1949 wurde die Firma Alde vom Schweden Alde Rask gegründet. Sie ist Marktführer für wasserbasierte Heizsysteme für Freizeitfahrzeuge, die Produktion erfolgt komplett im schwedischen Färlöv. Dabei zirkuliert ein Wasser-Frostschutz-Gemisch über Konvektoren im ganzen Fahrzeug. Die Alde Deutschland GmbH wurde im Jahr 2000 gegründet und hat 120 Servicepartner. Reisch selbst arbeitet seit 36 Jahren für den Heizungshersteller. Nach seiner Lehre als Kfz-Mechaniker war er selbst ein halbes Jahr in Schweden gewesen.
Sein kürzlich verstorbener Vater Gerhard Reisch hatte die Firma „Freizeit Reisch“ mit Sitz in Schwebheim gegründet, unter anderem Ver- und Entsorgungsstationen für Wohnmobil-Stellplätze entwickelt und vertrieben, aber auch die Alde-Heizungen. „Wir sind Wohnmobilisten“, so der Sohn Christian über seine Familie, „wir kennen den Bedarf“. Er übernahm die Geschäftsführung bei Alde Deutschland mit Sitz in Röthlein. Dort wurden die Räume allmählich zu klein, eine Vergrößerung wurde nötig. Zehn Mitarbeiter sind dort beschäftigt, in Euerbach sollen es zunächst mindestens drei mehr werden. „Wir möchten weiter wachsen“.

Weil die Gemeinde Euerbach mit ihrem bisherigen Bürgermeister Arthur Arnold schnell und flexibel agiert habe, entschied sich Reisch und mit ihm Alde Deutschland für das neue Gewerbegebiet. „Uns war wichtig, dass das neue Gebäude eine Schutzfunktion hinsichtlich des Autobahnlärms für die Siedlung bietet“, unterstrich Bürgermeisterin Simone Seufert beim Spatenstich. Zudem werde hier nicht rund um die Uhr produziert, vielmehr sind die Geschäftszeiten laut Reisch Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr und Freitag von 8 bis 14 Uhr.

Erstellt wird das neue Alde-Gebäude von der Schweinfurter Firma Glöckle. Tiefbau und Hochbau erfolge mit eigenem Personal und Gerät, wie Carolin Glöckle, die geschäftsführende Gesellschafterin, beim Spatenstich sagte. Selbst die Fertigteile würden in der Region, im Glöckle-Werk in Schwebheim, gebaut. Die Bauzeit ist bis Ende März 2021 geplant.