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Die Verdienste von Arthur Arnold in seiner 24jährigen Amtszeit als Erster Bürgermeister von Euerbach wurden mit dem Ehrentitel „Altbürgermeister“ gewürdigt. Bei der Verleihung dabei waren: (von links) Dritter Bürgermeister Manfred Peter, Zweite Bürgermeisterin Gabriele Jakob, Erste Bürgermeisterin Simone Seufert, Brigitte und Arthur Arnold und der ehemalige Zweite Bürgermeister Ewald Schirmer.

In seiner 24jährigen Amtszeit als Erster Bürgermeister der Gemeinde Euerbach hat Arthur Arnold große Verdienste für das Gemeinwohl erworben. Daher beschloss der neu gewählte Gemeinderat, ihm die Ehrenbezeichnung „Altbürgermeister“ zu verleihen. Im Rahmen einer festlich gestalteten Gemeinderatssitzung übergab ihm Bürgermeisterin Simone Seufert die entsprechende Urkunde und blickte auf eindrucksvolle Weise auf seine Leistung und seinen Einsatz zurück.

In der Turnhalle der Grundschule waren unter den coronabedingten Auflagen zahlreiche Gäste, darunter viele ehemalige Gemeinderäte und Rathausmitarbeiter erschienen, um den besonderen Abend mitzuerleben und um den langjährigen Bürgermeister Arthur Arnold angemessen zu verabschieden. Das war wegen der Pandemie nicht möglich gewesen, erinnerte Bürgermeisterin Seufert an die strikten Auflagen noch im Mai, die mittlerweile etwas gelockert sind.

Unter dem Motto „Euerbach, Obbach, Sömmersdorf – Drei Dörfer, eine Gemeinde“ und „Faszination Kultur und Natur“ hatte Arthur Arnold von 1996 bis 2020 die Geschicke der Gemeinde Euerbach gelenkt, blickte seine Nachfolgerin zurück. Dabei habe er mit hohem Arbeitseinsatz, Verhandlungsgeschick und Leidenschaft die Gemeinde weiterentwickelt und zukunftsfähig aufgestellt. Nach Seuferts Worten ist Arnold ein „Visionär“, der entscheidende Meilensteine gesetzt habe.

Viele Projekte und Maßnahmen wurden in seiner Amtszeit umgesetzt, viele Pläne vorbereitet, sagte die Bürgermeisterin. Die Liste mit Themen war lang, aufgezählt wurden Projekte wie die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Euerbach durch die Entwicklung des Gewerbegebiets, die erfolgreiche Dorferneuerung Obbach, das Kulturdorf und das Passionsgelände Sömmersdorf, die Familienfreundlichkeit der Gemeinde mit Kinderbetreuung, Sanierung der Grundschule, Schaffung der Offenen Ganztagsschule und Seniorenhilfen sowie eine attraktive Freizeitgestaltung.
Als Mitgründer und Motor der interkommunalen Zusammenarbeit habe Arthur Arnold die Allianz Oberes Werntal positioniert. Sein Name bleibe verbunden mit dem Thema Innenentwicklung. Er sei für die Entwicklung der Ortskerne eingetreten, er war Vorreiter eines „Innen vor außen“. Mit Leidenschaft und Überzeugung, so Seufert, sei er für das das Bauen im Bestand eingetreten, wobei er viele Erfolge verzeichnete. Als Referent zu diesem Thema sei er bundesweit gefragt.

Auch den Kreistag Schweinfurt gestaltete Arthur Arnold von 2002 bis 2014 als kompetenter Ideengeber mit, er war von 2004 bis zu seinem Ausscheiden auch Sprecher der CSU-Fraktion.
Moderate, zielorientierte Gesprächsführung sei ihm eigen, sagte Seufert, mit Souveränität und Kompromissfähigkeit habe er viel erreicht. Persönlich schätze sie an ihm den stets freundlichen und respektvollen Umgang.
Mit verlässlichen Wegbegleitern an der Seite, mit Gemeinderäten, Vereinsvorständen und engagierten Mitbürgern – als Beispiel nannte sie den Zweiten Bürgermeister Ewald Schirmer und den langjährigen Vorsitzenden der Passionsspiele, Robert König – habe Arnold die Gemeinde lebens- und liebenswert gestaltet.
Um die vielen Maßnahmen noch einmal bildlich in Erinnerung zu rufen, hatte die Gemeindeverwaltung eine Foto-Präsentation vorbereitet. Untermalt mit Musik gab es einen anschaulichen, bunt gestalteten Rückblick auf die 24jährige Amtszeit von Arthur Arnold.

In seinem Dank unterstrich der neuernannte Altbürgermeister, er habe die 24 Jahre nie bereut. „Es war eine richtig gute Zeit“, auch wenn es ab und zu anstrengend gewesen sei. Er wisse aber, dass einer allein nichts bewirke, dass viele Menschen am Gelingen beteiligt seien, sagte er in Richtung der vielen Weggefährten, die gekommen waren.
Im Freien, auf dem Schulhof, gab es beim anschließenden Empfang viele Glückwünsche und viele Gespräche, bei denen auch manche Anekdote zum Besten gegeben wurde.