In der Zeit vom 31. Dezember bis 01. Januar jeden Jahres können pyrotechnische
Gegenstände der Kategorie F2 ohne Ausnahmegenehmigung von Personen ab
18 Jahren angebrannt werden. Feuerwerkskörper der Kategorie F2   „Silvester-
feuerwerk“ (Feuerwerkskörper, die eine geringe Gefahr darstellen) dürfen nur an
Personen über 18 Jahre in der Zeit vom 29.12. bis 31.12 in festen Verkaufsräumen
vertrieben werden.

An den anderen Tagen (vom 02. Januar bis 30. Dezember) besteht grundsätzlich
das Verbot, Feuerwerkskörper abzubrennen. Von diesem Verbot kann die zuständige
Behörde (Gemeinde) eine Ausnahmegenehmigung aus begründetem Anlass zulassen
(§ 24 Erste Verordnung zum Sprengstoffgesetz (1.SprengV)).

Wir müssen feststellen, dass bei immer mehr Anlässen, Feuerwerkskörper der Kategorie
F 2 abgebrannt werden. In der Mehrzahl der Fälle liegt hierfür keine Ausnahme-
genehmigung vor.

Personen, die derartige Feuerwerkskörper bei freudigen Anlässen (z.B. Geburtstage,
Hochzeiten,usw.) zünden, gefährden nicht nur sich selbst, sondern auch die Gäste der
Feier bzw. die in der Nachbarschaft wohnende Bevölkerung. Im Regelfall werden die
Feuerwerke in der Sommerzeit nach 22.00 Uhr abgebrannt und verstoßen somit auch
gegen die Nachtruhe.

Eine weitere Gefahr liegt darin, dass die Feuerwerkskörper in der Zeit vom 02.01.
bis 30.12. nur gegen Vorlage einer Ausnahmegenehmigung verkauft werden dürfen.
Daher liegt die Vermutung nahe, dass diese Gegenstände um Silvester legal gekauft
und anschließend gelagert werden. Dies bedeutet nicht nur eine unnötige Gefährdung
der Hausbewohner bzw. Nachbarn (unbeabsichtigtes Abbrennen), sondern im Ernstfall
auch eine nicht zu unterschätzende Gefahr für Rettungskräfte (Feuerwehr, Rettungsdienst).

Nach den Bestimmungen der 1. SprengV kann die Gemeinde, das Abbrennen pyro-
technischer Gegenstände

  1. in der Nähe von Gebäuden oder Anlagen, die besonders brandempfindlich sind,
  2. und mit ausschließlicher Knallwirkung in bestimmten dichtbesiedelten Gemeinden
    oder Teilen von Gemeinden zu bestimmten Zeiten

untersagen. Gerade in den dichtbesiedelten Altorten oder während lang andauernden
Trockenperioden muss mit Einschränkungen gerechnet werden.

Wir appellieren daher an alle Bürgerinnen und Bürger, dass Abbrennen von Feuerwerks-
körpern auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken und rechtzeitig die
Genehmigung der Gemeinde einzuholen.

Euerbach, 22.08.2019
Gemeindeverwaltung